Judith Fegerl
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Irrlicht

2006



Irrlicht

2006

Blackbox, LEDs (grün, 16000 mcd), elektronische Steuerung, digitale Videoprojektion

Die Installation Irrlicht ist eine Kombination von realen und virtuellen optischen Artefakten des menschlichen Sehprozesses. Der Besucher ist Bestandteil der Installation. Die Arbeit wird von jeder Person individuell erfahren. Die Arbeit vervollständigt sich im Betrachter selbst. Eine choreographierte Irritation für die individuelle Wahrnehmung.

Besucher treten in den schwarzen Raum ein und können ausser den kurzen wechselnden Lichtimpulsen nichts vom Raum erkennen. Wie in einer unbekannten Landschaft bewegen sie sich langsam und unsicher im Raum. Die aufblitzenden Lichter blenden und irritieren das Auge in der Dunkelheit und hinterlassen einen punktförmigen Schein auf der Netzhaut. Sogenannte Nachbilder, optische Illusionen.

Künstliche Abbilder (Computeranimationen) dieser Nachbilder werden von einer Videoprojektion (schwarz auf schwarz) im Raum erzeugt. Reale Wahrnehmungsstörungen werden durch virtuelle ergänzt. Es ist nicht mehr möglich zwischen echten “eigenen” und künstlichen Nachbildern zu unterscheiden.

Scheinbar schwebend, sind grüne LEDs überall in einer komplett schwarzen Box verteilt. In unregelmässigen Abständen leuchten sie für eine kurze Zeitspanne auf. Die Projektionen an den Wänden der Box verleihen dem Raum eine scheinbare Tiefe und lösen die realen Grenzen und geometischen Formen des Raumes auf.